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Seinen ersten Kontakt zur Musik hatte Francisco „Pancho“ Alvarez durch seinen Bruder, den Gitarristen  und Bassisten Juan Alvarez.  Später besuchte er  verschiedene Konversatorien , war mit den dortigen Lehrmethoden aber wenig glücklich und brachte sich das Spielen der meisten Instrumente autodidaktisch bei. Seine professionelle musikalische Laufbahn begann er Anfang der 80er Jahre als Mitbegründer der Gruppe „Na Lúa“, deren Mitglied er 15 Jahre lang war. Die Gruppe nahm insgesamt 6 Alben auf und  gehörte zu den bekanntesten spanischen Formationen der  damaligen Folkszene.
                                                       

Obwohl noch Mitglied bei „Na Lúa“ gründete er Anfang der 90er Jahre mit Carlos Núnez,  Diego Bouzón, Santiago Cribeiro, Isaac Pinto Palacin und Pinto Anxo Lois die Gruppe „Matto Congrio“, die 1993 ihr erstes Album „Matto Congrio“ aufnahm.  Die Gruppe löste sich Mitte der 90er Jahre wieder auf und Pancho wurde festes Mitglied der  Carlos-Núnez-Band.

Trotz  weltweiter Tourneen an der Seite von Carlos, die ihn unter anderem nach Amerika, Argentinien, Europa  und Japan führten, verfolgte Pancho auch seine eigenen Musikprojekte. So erschien 1998 sein erstes  Solo-Album „Florencio, or cego dos vilares“, eine Homage an den blinden fahrenden Musiker Florencio (geb. 1914), den Pancho als Kind noch selbst hatte singen hören und der tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen hatte.

Florencio sang als fahrender Musiker auf den Märkten in Galizien und Asturien und war einer der letzten, der diese alte Tradtion noch lebte. Von ihm lernte Pancho, auf traditionelle Art – in der Ellenbeuge gehalten - Fiddle zu spielen. Als Multiinstrumentalist spielt Pancho auf dem Album mehr als zehn Instrumente selbst, so u.a. Fiddle, Concertina, Bouzouki, Akustik- und E-Gitarre, Mandoline und Banjo sowie die Hurdy-Gurdy, eine mittelalterliche Drehleier und erweist sich auch als sehr begabter Sänger.  Die CD wurde von FolkWorld als bestes Album 1998 bewertet.


2001 erschien Pancho’s zweites Soloalbum „Nas Cordas“,   bei dem als Gastmusiker  unter anderem Carlos und Xurxo Núnez, Fernando Fraga sowie Miguel Seoane mitwirken. Die meisten Titel stammen aus Panchos Feder,  er lässt sich wieder von der traditionellen Musik Florencio’s inspirieren und widmet einen Titel seinem damals 8 Monate alten Sohn Andrés.

Pancho Alvarez fördert und unterstützt auch andere aufstrebende Musiker der galizischen und spanischen Folkmusikszene. So  produzierte er im letzten Jahr das erste Album der spanischen Folkgruppe „Anubia“, 6 Frauen, die die Tradition der Pandereteiras wiederbeleben und Traditionelles und Modernes gekonnt vereinen.  

Im Februar 2009 erschien nun Panchos drittes Soloalbum in Spanien mit dem Titel "Sólidos Galicianos", mit dem er erneut seine Vielseitigkeit und Wandelbarkeit als Musiker und Sänger unter Beweis stellt. Das Album widmet sich der traditionellen galizischen Musik und verbindet in Panchos Arrangements auf vielfältige Weise Moderne und Tradtion.     Ein wunderschönes, gelungenes Album und Hörgenuss pur !

Pancho Alvarez gehört zu den  zentralen Figuren der galizischen Folkmusikszene und gewinnt die Sympathien seiner Fans nicht nur durch sein vielseitiges Können, sondern auch durch seine bescheidene und zurückhaltende Art.

                                                                                                   
 

Discografie Pancho Alvarez:


                                      
                     1993   "Matto Congrio"              1998  "O Ciego Dos Vilares"              2001  "Nas Cordas"                 2009  "Sólidos Galicianos"

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